Eine wich­ti­ge kogni­ti­ve Fähig­keit ist das Mer­ken. Neben Zah­len, Daten und Fak­ten spei­chert unser Gedächt­nis jeden Tag eine Fül­le an Bil­der, Geschich­ten und kurio­sen Din­gen. Es wägt dabei immer ab, was rele­vant ist wird gespei­chert. Aber was ist für unser Gedächt­nis beson­ders merk­wür­dig?

Wer sei­nen Schlüs­sel in der eige­nen Woh­nung schon mal ver­legt hat, kennt das Pro­blem. Man kann sich plötz­lich nicht mehr erin­nern, wo man ihn abge­legt hat und am ange­stamm­ten Platz liegt er lei­der nicht. War­um hat sich unser Gedächt­nis zum neu­en Abla­ge­ort kei­ne Notiz gemacht? Sei­nen Sie ganz beru­higt, die­se Geschich­te ist wohl jedem Men­schen schon ein­mal pas­siert und die Lösung ist so ein­fach wie geni­al. Unser Gedächt­nis spei­chert für sich nur rele­van­te Infor­ma­tio­nen und der Abla­ge­ort des Schlüs­sels ist uns häu­fig ziem­lich egal. Soll­ten wir sogar im Stress noch mal in die Woh­nung zurück, um flott etwas ein­zu­ste­cken, ist die Fokus­sie­rung auf den Schlüs­sel noch gerin­ger. Unser Ziel ist es in dem Moment, mög­lichst schnell unse­re Sachen zusam­men zu packen. Die Wahr­neh­mung ist unter Stress und unser Gehirn blen­det den neu­en, spon­tan gewähl­ten Abla­ge­ort ein­fach aus.

Merk­wür­dig, komisch, beson­ders — Din­ge die vom All­tags­den­ken abwei­chen wer­den bes­ser behal­ten.

Wenn Sie sich an den Schlüs­sel erin­nern möch­ten, machen Sie sich bewusst wo Sie ihn able­gen. Viel­leicht set­zen Sie sich gedank­lich noch einen Anker, das kön­nen Gegen­stän­de sein die in direk­ter Nähe zum neu­en Abla­ge­ort ste­hen. Oder gemein­sam mit dem Schlüs­sel eine krea­ti­ve Geschich­te erge­ben. Unser Gehirn fin­det Stan­dart­ge­schich­ten lang­wei­lig und daher soll­te die­se Geschich­te ruhig etwas komisch, eben merk­wür­dig sein.

Die Merk­fä­hig­keit lässt sich trai­nie­ren!

Die Merk­fä­hig­keit lässt sich trai­nie­ren. Sie kön­nen Ihre Merk­fä­hig­keit trai­nie­ren und ent­wi­ckeln. Neh­men Sie im All­tag bewusst Details wahr und ver­su­chen Sie sich die­se, nach dem etwas Zeit ver­gan­gen ist, wie­der in Erin­ne­rung zu rufen. Nach ein paar Ver­su­chen wer­den Sie mer­ken, dass Sie sich neben den bewusst gemach­ten auch unbe­wusst, wei­te­ren Details ein­ge­prägt haben.

Schaf­fen Sie es, auch noch nach Tagen die bestimm­ten Details zu erin­nern?