Wie verbesserst du deinen Wissensabruf?
In einem ruhigen Augenblick, wenn wir unsere Gedanken schweifen lassen, fallen uns manchmal faszinierende Erinnerungen oder Ideen ein. Hin und wieder auch etwas kreativ quer Gedachtes. Sobald aber in einer Situation etwas mehr Druck entsteht, fällt uns das spontane Abrufen von Wissen und Gelerntem oft schwerer.
Bevor wir uns zwei Strategien anschauen, solltest du vorher verstehen, dass Wissen bei uns im Kopf nicht wie Daten auf einem Computer gespeichert sind. Mit einem Klick den Ordner öffnen und wir sind am Ziel, das gelingt im Gehirn leider nicht. Der Weg ist etwas umständlicher aber mit dem richtigen Verständnis des Gehirns schnell zurückgelegt. Und wie so oft gilt, mit dem richtigen Training gelingt es besser.
Ich stelle dir hier zwei Strategien vor, mit denen dir das Abrufen deines vorhandenen Wissens besser gelingt. Die eine ist eher strategisch und die andere spontan.
Strukturen nutzen
Du möchtest etwas zu einem bestimmten Thema erinnern?
Bereite dir beim Lernen bereits eine Struktur vor. Diese erleichtert dir das Erinnern und gibt dir Ankerpunkte, die dein Erinnern vorantreibt.
Die Challenge, lerne die Mitgliedsstaaten der EU!
Wenn du ohne Struktur startest, wirst du schnell durcheinander kommen und einige vergessen. Lege dir besser eine einfache Struktur zu Recht, zum Beispiel die Staaten vom Westen in den Osten Europas. Es wird dir auch helfen, wenn du dir eine Karte Europas dazu anschaust. Bilder kann unser Gedächtnis häufig leichter erinnern als abstrakte Begriffe oder Namen.
Fact: Manchmal fällt uns etwas wieder schneller ein, wenn wir beim Erinnern rückwärts laufen.
Assoziieren
Nutze das vernetzte und kreative Denken. Mit einem offenen Gedanken fallen uns zu einem Begriff schnell einige Assoziationen ein. Diese Stärke unseres Gedächtnisses kannst du zum schnellen und kreativen Erinnern nutzen.
Kleine Alltags-Übung
Wenn du unterwegs bist oder im Büro sitzt, du kannst das Assoziieren ohne aufwändiges Equipment trainieren. Dazu ist es für dich die Herausforderung, zu den Menschen oder Gegenständen die du siehst, schnell 2 oder 3 Assoziationen zu finden. Diese müssen nicht richtig oder logisch sein, sondern stellen oft das dar, was dir in deinem Kopf als Erstes dazu einfällt. Je öfter du diese einfache Übung anwendest, umso besser gelingt es dir unter Druck Ideen und Antworten zu generieren.
Dazu entwickelt die Übung ebenfalls deine Kreativität!
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